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Ablauf und Praxistipps

Die DGUV Vorschrift 3 Prüfung – früher BGV A3 – gehört zu den wichtigsten Pflichten im betrieblichen Arbeitsschutz. Elektrische Betriebsmittel und Anlagen müssen regelmäßig von einer befähigten Person geprüft werden, um Stromunfälle, Brände und kostspielige Ausfälle zu vermeiden. In diesem Ratgeber erfahren Sie Schritt für Schritt, wie eine DGUV V3 Prüfung abläuft, welche Fristen gelten und welche Praxistipps Ihnen Zeit, Geld und rechtliche Probleme ersparen. ARBY Arbeitssicherheit Buley aus Berlin-Reinickendorf begleitet Unternehmen aller Branchen zuverlässig durch den gesamten Prüfprozess.

Was ist die DGUV V3 Prüfung und warum ist sie Pflicht?

Die DGUV Vorschrift 3 (ehemals BGV A3) ist eine Unfallverhütungsvorschrift der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Sie verpflichtet jeden Arbeitgeber, elektrische Anlagen und Betriebsmittel in regelmäßigen Abständen prüfen zu lassen. Das Ziel: Schutz Ihrer Beschäftigten vor elektrischen Gefährdungen wie Stromschlägen, Lichtbögen und Kabelbränden.

Die rechtliche Grundlage bildet neben der DGUV Vorschrift 3 vor allem die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) in Verbindung mit dem Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG § 3). Ergänzend gelten die technischen Regeln für Betriebssicherheit, insbesondere die TRBS 1201 und TRBS 1203, sowie die DIN VDE 0701-0702 für ortsveränderliche Geräte und die DIN VDE 0105-100 für ortsfeste Anlagen.

Viele Unternehmer unterschätzen die Konsequenzen fehlender Prüfungen. Kommt es zu einem Unfall mit einem ungeprüften Gerät, drohen nicht nur Bußgelder, sondern auch der Verlust des Versicherungsschutzes bei der Berufsgenossenschaft. Im schlimmsten Fall stehen strafrechtliche Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung oder Tötung im Raum.

📋 Kurz erklärt: DGUV V3 auf einen Blick

  • Betrifft: Alle Unternehmen mit elektrischen Geräten und Anlagen
  • Rechtsgrundlage: DGUV Vorschrift 3, BetrSichV, ArbSchG § 3
  • Prüfer: Befähigte Person nach TRBS 1203 oder Elektrofachkraft
  • Ergebnis: Prüfprotokoll mit Bewertung und nächstem Prüftermin
  • Konsequenz bei Verstoß: Bußgelder bis 10.000 €, Versicherungsverlust, Strafverfahren

Welche Geräte und Anlagen müssen geprüft werden?

Die DGUV Vorschrift 3 unterscheidet grundsätzlich zwischen zwei Kategorien: ortsveränderliche und ortsfeste elektrische Betriebsmittel. Zusätzlich fallen elektrische Anlagen unter die Prüfpflicht. Im betrieblichen Alltag bedeutet das: Nahezu jedes Gerät mit Stecker oder Festanschluss muss regelmäßig überprüft werden.

Ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel

Als ortsveränderlich gelten alle Geräte, die während des Betriebs bewegt werden können oder die leicht von einem Platz zum anderen transportiert werden. Dazu gehören typischerweise Computer, Monitore, Drucker, Kaffeemaschinen, Wasserkocher, Verlängerungskabel, Mehrfachsteckdosen, Handbohrmaschinen, Winkelschleifer, Staubsauger und Schreibtischlampen. Auch Ladegeräte für Smartphones oder Laptops zählen dazu.

Ortsfeste elektrische Betriebsmittel

Ortsfeste Betriebsmittel sind fest installierte Geräte, die nicht ohne Weiteres bewegt werden können. Beispiele sind Durchlauferhitzer, fest montierte Beleuchtungsanlagen, Einbauküchen mit elektrischen Geräten, Klimaanlagen, Aufzüge sowie industrielle Maschinen, die fest mit dem Boden verschraubt sind.

Elektrische Anlagen

Hierunter fallen die gesamte elektrische Installation eines Gebäudes: Verteilerschränke, Schaltanlagen, Unterverteilungen, Kabeltrassen, Steckdosenkreise und Sicherungskästen. Die Prüfung elektrischer Anlagen erfolgt nach DIN VDE 0105-100 und erfordert besondere messtechnische Verfahren.

⚠️ Achtung: Auch Privatgeräte am Arbeitsplatz

Bringen Mitarbeiter private Geräte mit ins Büro – etwa einen eigenen Ventilator oder eine Schreibtischlampe – unterliegen auch diese der Prüfpflicht, sobald sie am Arbeitsplatz betrieben werden. Als Arbeitgeber sind Sie verantwortlich, dies in Ihrer Betriebsanweisung klar zu regeln.

Prüffristen im Überblick: Wann muss geprüft werden?

Die Prüffristen richten sich nach der Art des Betriebsmittels, der Beanspruchung und den Umgebungsbedingungen. Die DGUV Vorschrift 3 selbst gibt in § 5 nur vor, dass die Fristen so bemessen sein müssen, dass Mängel rechtzeitig erkannt werden. Konkrete Richtwerte liefert die DGUV Information 203-070 (ehemals BGI 5090).

Art des Betriebsmittels Regelprüffrist Auf Baustellen / in Werkstätten
Ortsveränderliche Betriebsmittel (Büro, Verwaltung) 24 Monate 6 Monate
Ortsveränderliche Betriebsmittel (Fertigung, Labor) 12 Monate 6 Monate
Ortsfeste Betriebsmittel 48 Monate 12 Monate
Elektrische Anlagen (allgemein) 48 Monate 12 Monate
Elektrische Anlagen in besonderen Bereichen (z. B. Feuchtbereiche) 12 Monate 6 Monate
Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs) 6 Monate 6 Monate

💡 Praxis-Tipp: Prüffristen verkürzen statt verlängern

Gemäß DGUV Information 203-070 dürfen Sie Prüffristen auf Basis einer Gefährdungsbeurteilung anpassen. In der Praxis empfiehlt es sich, die Fristen eher zu verkürzen als zu verlängern – insbesondere bei stark beanspruchten Geräten auf Baustellen oder in Produktionshallen. Im Zweifelsfall gilt: Lieber einmal zu oft prüfen als einmal zu wenig.

Der Ablauf der DGUV V3 Prüfung in 6 Schritten

Eine professionelle DGUV V3 Prüfung folgt einem standardisierten Ablauf. Dieser stellt sicher, dass kein Gerät übersehen wird und alle Ergebnisse rechtssicher dokumentiert sind. Im Folgenden zeigen wir Ihnen den typischen Prüfablauf, wie ihn ARBY Arbeitssicherheit Buley bei Ihnen vor Ort durchführt.

1

Bestandsaufnahme & Inventarisierung

Vor der eigentlichen Prüfung wird ein vollständiges Verzeichnis aller elektrischen Betriebsmittel und Anlagen erstellt. Jedes Gerät erhält eine eindeutige Identifikationsnummer (Barcode oder RFID-Tag). So lässt sich der Prüfstatus jederzeit nachvollziehen.

2

Sichtprüfung

Die befähigte Person prüft jedes Gerät visuell auf äußere Schäden: beschädigte Kabel, gebrochene Gehäuse, fehlende Abdeckungen, Verfärbungen durch Überhitzung, defekte Stecker und lose Klemmen. Bereits hier fallen rund 60 % aller Mängel auf.

3

Messtechnische Prüfung

Mit kalibrierten Messgeräten werden Schutzleiterwiderstand, Isolationswiderstand, Ableitstrom und – bei Schutzklasse I – der Schutzleiterstrom gemessen. Die Grenzwerte richten sich nach DIN VDE 0701-0702 bzw. DIN VDE 0105-100.

4

Funktionsprüfung

Abschließend wird die ordnungsgemäße Funktion des Geräts im Betrieb geprüft. Dabei achtet die Prüfperson auf ungewöhnliche Geräusche, Gerüche, Vibrationen oder Erwärmungen, die auf einen verdeckten Defekt hinweisen können.

5

Bewertung & Kennzeichnung

Jedes geprüfte Gerät wird mit einer Prüfplakette versehen, die den Prüfer, das Prüfdatum und den nächsten Prüftermin ausweist. Geräte mit Mängeln werden je nach Schwere sofort aus dem Verkehr gezogen oder mit Auflagen zur Nachbesserung versehen.

6

Dokumentation & Prüfprotokoll

Alle Messwerte, Ergebnisse und Bewertungen werden in einem rechtskonformen Prüfprotokoll festgehalten. Dieses Protokoll dient als Nachweis gegenüber Berufsgenossenschaften, Gewerbeaufsicht und Versicherungen. ARBY stellt Ihnen die Dokumentation digital zur Verfügung.

Messverfahren und Grenzwerte im Detail

Die messtechnische Prüfung ist das Herzstück der DGUV V3 Prüfung. Nur wenn die gemessenen Werte innerhalb der definierten Grenzwerte liegen, gilt ein Gerät als sicher. Die maßgeblichen Normen sind die DIN VDE 0701-0702 für Geräte nach Instandsetzung oder Änderung sowie die DIN VDE 0702 für Wiederholungsprüfungen.

Schutzleiterwiderstand

Der Schutzleiterwiderstand wird bei Geräten der Schutzklasse I gemessen. Er stellt sicher, dass im Fehlerfall der Fehlerstrom sicher über den Schutzleiter abfließen kann und die Sicherung auslöst. Der Grenzwert beträgt maximal 0,3 Ohm bei Geräten mit einer Anschlussleitungslänge bis 5 Meter. Bei längeren Leitungen erhöht sich der zulässige Wert um 0,1 Ohm pro zusätzlichem Meter.

Isolationswiderstand

Der Isolationswiderstand gibt Aufschluss darüber, ob die Isolierung des Geräts intakt ist. Ein zu niedriger Isolationswiderstand deutet auf Feuchtigkeit, Verschmutzung oder Materialermüdung hin. Für Geräte der Schutzklasse I beträgt der Mindestwert 1 MΩ (Megaohm), für Geräte der Schutzklasse II sogar 2 MΩ.

Ableitstrom und Schutzleiterstrom

Der Ableitstrom wird im Betriebszustand gemessen und darf bei Geräten der Schutzklasse I den Wert von 3,5 mA nicht überschreiten. Bei IT-Geräten gelten teilweise abweichende Grenzwerte. Der Berührungsstrom (Schutzklasse II) darf maximal 0,5 mA betragen.

Messgröße Schutzklasse I Schutzklasse II Schutzklasse III
Schutzleiterwiderstand ≤ 0,3 Ω (bis 5 m) – (nicht relevant) – (nicht relevant)
Isolationswiderstand ≥ 1 MΩ ≥ 2 MΩ ≥ 0,25 MΩ
Ableitstrom / Schutzleiterstrom ≤ 3,5 mA ≤ 0,5 mA – (nicht relevant)

Wer darf die DGUV V3 Prüfung durchführen?

Die Prüfung darf ausschließlich von einer sogenannten befähigten Person durchgeführt werden. Die Anforderungen an befähigte Personen sind in der TRBS 1203 definiert. Eine befähigte Person muss drei zentrale Voraussetzungen erfüllen:

🎓

Berufsausbildung

Abgeschlossene elektrotechnische Ausbildung oder vergleichbare Qualifikation als Elektrofachkraft

🔧

Berufserfahrung

Ausreichende praktische Erfahrung im Umgang mit den zu prüfenden elektrischen Betriebsmitteln

📚

Zeitnahe Tätigkeit

Regelmäßige Prüftätigkeit und aktuelle Kenntnisse über Normen, Vorschriften und Stand der Technik

📏

Kalibrierte Messgeräte

Einsatz von Prüfgeräten, die selbst regelmäßig kalibriert und gewartet werden

Wichtig: Eine elektrotechnisch unterwiesene Person (EuP) reicht für die DGUV V3 Prüfung nicht aus. Die reine Sichtprüfung kann zwar von geschulten Mitarbeitern als Vorcheck durchgeführt werden, die messtechnische Prüfung und die abschließende Bewertung obliegen jedoch ausschließlich der befähigten Person. Viele Unternehmen beauftragen daher einen externen Dienstleister wie ARBY Arbeitssicherheit Buley, der qualifizierte Prüfer, kalibrierte Messtechnik und rechtssichere Dokumentation aus einer Hand liefert.

Konsequenzen bei fehlender oder mangelhafter Prüfung

Die Folgen einer versäumten DGUV V3 Prüfung sind gravierend und betreffen mehrere Ebenen. Als Arbeitgeber tragen Sie die volle Verantwortung für den sicheren Zustand aller elektrischen Betriebsmittel in Ihrem Betrieb – unabhängig davon, ob Sie selbst Elektrofachkraft sind oder nicht.

bis 10.000 €

Bußgeld pro Verstoß gemäß § 209 SGB VII in Verbindung mit der DGUV Vorschrift 3

100 %

Regressforderung der BG bei Arbeitsunfällen mit ungeprüften Geräten

bis 5 Jahre

Freiheitsstrafe bei fahrlässiger Körperverletzung oder Tötung (§§ 229, 222 StGB)

Vollständig

Verlust des Versicherungsschutzes – Sachschäden und Personenschäden zahlen Sie selbst

Darüber hinaus kann die Berufsgenossenschaft bei festgestellten Verstößen ein Bußgeldverfahren einleiten und im Wiederholungsfall Zuschläge zum Unfallversicherungsbeitrag erheben. Auch Ihre Betriebshaftpflichtversicherung kann Leistungen kürzen oder verweigern, wenn Sie Ihre Prüfpflichten nachweislich vernachlässigt haben.

⚠️ Dokumentationspflicht nicht vergessen

Selbst wenn alle Geräte tatsächlich geprüft wurden, nützt Ihnen das ohne schriftlichen Nachweis wenig. Im Schadensfall müssen Sie das Prüfprotokoll vorlegen können. Ohne Dokumentation gilt eine Prüfung als nicht durchgeführt. Bewahren Sie Prüfprotokolle mindestens bis zur nächsten Prüfung auf – besser noch länger.

10 Praxistipps für eine reibungslose DGUV V3 Prüfung

Damit die DGUV V3 Prüfung in Ihrem Unternehmen effizient, kostengünstig und ohne böse Überraschungen abläuft, haben wir die wichtigsten Praxistipps für Sie zusammengestellt. Diese Empfehlungen basieren auf unserer langjährigen Erfahrung bei ARBY Arbeitssicherheit Buley.

1. Führen Sie ein aktuelles Geräteverzeichnis

Erstellen Sie eine vollständige Liste aller elektrischen Betriebsmittel – idealerweise in einer digitalen Datenbank. Erfassen Sie Hersteller, Typ, Standort, Anschaffungsdatum und Prüfhistorie. So behalten Sie den Überblick und können Prüftermine vorausschauend planen.

2. Planen Sie den Prüftermin rechtzeitig

Warten Sie nicht, bis die Frist fast abgelaufen ist. Planen Sie den Prüftermin mindestens vier bis sechs Wochen im Voraus, damit genügend Zeit für Vorbereitung und eventuelle Nachprüfungen bleibt.

3. Machen Sie Geräte zugänglich

Stellen Sie sicher, dass alle zu prüfenden Geräte am Prüftag zugänglich und eingeschaltet werden können. Verschlossene Räume, eingelagerte Geräte oder fehlende Schlüssel kosten unnötig Zeit und damit Geld.

4. Sortieren Sie defekte Geräte vorab aus

Offensichtlich defekte Geräte mit beschädigten Kabeln, gebrochenen Gehäusen oder fehlenden Komponenten sollten Sie vor der Prüfung aussortieren. So vermeiden Sie unnötige Prüfkosten für Geräte, die ohnehin entsorgt werden müssen.

5. Kennzeichnen Sie Privatgeräte

Klären Sie vorab, ob Mitarbeiter private Geräte am Arbeitsplatz nutzen. Entweder Sie untersagen dies in einer Betriebsanweisung oder Sie nehmen die Geräte in die Prüfung mit auf.

💡 Praxis-Tipp: Kosten senken durch Vorbereitung

Die Prüfkosten berechnen sich in der Regel pro Gerät. Je besser Sie die Prüfung vorbereiten – aktuelles Verzeichnis, zugängliche Geräte, defekte Geräte vorab aussortiert – desto schneller kann der Prüfer arbeiten. Das spart Ihnen bares Geld und minimiert die Ausfallzeit Ihrer Mitarbeiter.

6. Nutzen Sie Prüfplaketten konsequent

Nach jeder bestandenen Prüfung erhält das Gerät eine farbige Prüfplakette. Diese signalisiert auf einen Blick, wann die nächste Prüfung fällig ist. Schulen Sie Ihre Mitarbeiter, auf fehlende oder abgelaufene Plaketten zu achten.

7. Integrieren Sie die Prüfung in Ihre Gefährdungsbeurteilung

Die DGUV V3 Prüfung ist ein Baustein Ihrer Gefährdungsbeurteilung nach § 5 ArbSchG. Dokumentieren Sie die Prüfergebnisse als Teil Ihrer Gesamtbewertung elektrischer Gefährdungen am Arbeitsplatz.

8. Schulen Sie Ihre Mitarbeiter

Unterweisen Sie Ihre Beschäftigten regelmäßig im sicheren Umgang mit elektrischen Geräten. Themen sind unter anderem: Sichtprüfung vor jeder Benutzung, korrekter Umgang mit Verlängerungskabeln, Verhalten bei Beschädigungen und die Meldepflicht bei Defekten.

9. Archivieren Sie Prüfprotokolle systematisch

Bewahren Sie alle Prüfprotokolle geordnet und jederzeit griffbereit auf. Digitale Systeme haben den Vorteil, dass sie automatisch an bevorstehende Prüftermine erinnern können. ARBY stellt Ihnen die Dokumentation auf Wunsch in digitaler Form zur Verfügung.

10. Setzen Sie auf einen erfahrenen Dienstleister

Die Beauftragung eines spezialisierten Dienstleisters wie ARBY Arbeitssicherheit Buley bietet Ihnen mehrere Vorteile: qualifizierte Prüfer, kalibrierte Messtechnik, rechtssichere Dokumentation und die Sicherheit, dass alle aktuellen Normen und Vorschriften eingehalten werden. Sie können sich auf Ihr Kerngeschäft konzentrieren, während wir uns um Ihre Elektrosicherheit kümmern.

Sonderfall: DGUV V3 Prüfung auf Baustellen

Auf Baustellen gelten verschärfte Anforderungen an die Prüfung elektrischer Betriebsmittel. Die Gründe liegen auf der Hand: Raue Umgebungsbedingungen, Feuchtigkeit, Staub, mechanische Beanspruchung und wechselnde Nutzer erhöhen das Risiko für Defekte erheblich. Die Prüffristen verkürzen sich daher auf sechs Monate für ortsveränderliche Geräte und zwölf Monate für ortsfeste Betriebsmittel.

Besonders wichtig auf Baustellen ist die tägliche Sichtprüfung durch den Benutzer vor jeder Inbetriebnahme. Kabel, Stecker, Gehäuse und Schutzvorrichtungen müssen augenscheinlich intakt sein. Beschädigte Geräte dürfen nicht weiter verwendet werden und sind sofort aus dem Verkehr zu ziehen.

Als Bauherr oder Bauunternehmer sollten Sie zudem sicherstellen, dass auf Ihrer Baustelle ein Baustromverteiler mit funktionierenden Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs) vorhanden ist. Diese müssen arbeitstäglich durch Betätigung der Prüftaste getestet und halbjährlich messtechnisch geprüft werden.

🏗️ ARBY unterstützt Sie auch bei der Baustellenkoordination

Neben der DGUV V3 Prüfung bietet ARBY Arbeitssicherheit Buley auch die Baustellenkoordination nach Baustellenverordnung (SiGeKo) an. So erhalten Sie Arbeitsschutz und Elektrosicherheit auf Ihrer Baustelle aus einer Hand – koordiniert von Rico Langbein und seinem Team.

Kosten der DGUV V3 Prüfung: Was müssen Sie einplanen?

Die Kosten einer DGUV V3 Prüfung hängen von mehreren Faktoren ab. Eine pauschale Aussage ist daher schwierig, aber wir geben Ihnen eine realistische Orientierung für die Preisgestaltung in der Region Berlin.

Einflussfaktoren auf die Prüfkosten

📦

Anzahl der Geräte

Je mehr Geräte, desto günstiger der Stückpreis – Mengenrabatte sind üblich

🏢

Art der Geräte

Einfache Bürogeräte sind günstiger zu prüfen als komplexe Industriemaschinen

📍

Zugänglichkeit

Gut vorbereitete Prüfungen mit zugänglichen Geräten sparen Zeit und Kosten

📄

Dokumentationsumfang

Digitale Protokolle mit Gerätefotos und Barcode-Erfassung sind aufwendiger

Als grobe Orientierung können Sie für ortsveränderliche Bürogeräte mit Kosten zwischen 2 und 8 Euro pro Gerät rechnen. Bei ortsfesten Anlagen und Industriemaschinen liegen die Kosten naturgemäß höher, da der Prüfaufwand deutlich größer ist. Hinzu kommen gegebenenfalls Anfahrtskosten und die Ersterfassung der Geräte bei der ersten Prüfung.

Bedenken Sie: Die Kosten für eine regelmäßige DGUV V3 Prüfung stehen in keinem Verhältnis zu den möglichen Konsequenzen eines Unfalls. Ein einziger Kabelbrand kann Sachschäden in sechsstelliger Höhe verursachen – von Personenschäden ganz zu schweigen. Die Prüfung ist daher keine lästige Pflicht, sondern eine sinnvolle Investition in die Sicherheit Ihres Betriebs.

💡 Praxis-Tipp: Kombiangebote nutzen

Wenn Sie mehrere Leistungen benötigen – etwa DGUV V3 Prüfung, Gefährdungsbeurteilung und Mitarbeiterunterweisung – lohnt es sich, alles aus einer Hand zu beauftragen. ARBY bietet Ihnen maßgeschneiderte Komplettpakete, die alle Aspekte des Arbeitsschutzes abdecken und Ihnen Koordinationsaufwand ersparen.

Häufige Mängel bei der DGUV V3 Prüfung

Aus unserer Prüfpraxis bei ARBY Arbeitssicherheit Buley wissen wir, welche Mängel besonders häufig auftreten. Wenn Sie diese typischen Schwachstellen kennen, können Sie bereits im Vorfeld gegensteuern und die Mängelquote bei der nächsten Prüfung deutlich senken.

Häufiger Mangel Risiko Gegenmaßnahme
Beschädigte Anschlussleitungen (Kabelbrüche, blanke Adern) Stromschlag, Kabelbrand Regelmäßige Sichtprüfung, sofortiger Austausch
Defekte Stecker (verbogene Kontakte, Risse im Gehäuse) Lichtbogenbildung, Brand Keine Eigenreparaturen, professioneller Austausch
Fehlender oder unterbrochener Schutzleiter Kein Fehlerschutz, lebensgefährlich Sofortige Außerbetriebnahme und Reparatur
Zu niedriger Isolationswiderstand Kriechströme, Berührungsspannung Gerät trocknen oder professionell instandsetzen
Überlastete Mehrfachsteckdosen (Reihenschaltung) Überhitzung, Kabelbrand Verbot der Reihenschaltung, feste Installation
Fehlende Zugentlastung an Geräteanschlüssen Kabelbruch, Kurzschluss Professionelle Reparatur durch Elektrofachkraft

Checkliste: So bereiten Sie Ihr Unternehmen optimal vor

Nutzen Sie die folgende Checkliste, um Ihr Unternehmen auf die nächste DGUV V3 Prüfung vorzubereiten. Je besser Ihre Vorbereitung, desto schneller und kostengünstiger verläuft der Prüfprozess.

Geräteverzeichnis aktualisieren

Prüfen Sie, ob alle elektrischen Betriebsmittel erfasst sind – auch neue Anschaffungen und Privatgeräte der Mitarbeiter.

Defekte Geräte aussortieren

Offensichtlich beschädigte Geräte vorab entsorgen oder zur Reparatur geben. Das spart Prüfkosten.

Zugänglichkeit sicherstellen

Alle Räume öffnen, Geräte freistellen, Schlüssel bereithalten. Informieren Sie Ihre Mitarbeiter über den Prüftermin.

Alte Prüfprotokolle bereithalten

Die vorherigen Prüfergebnisse helfen dem Prüfer, Veränderungen zu erkennen und die Prüfung effizient durchzuführen.

Ansprechpartner benennen

Stellen Sie dem Prüfer einen festen Ansprechpartner zur Seite, der Fragen zu Geräten und Räumlichkeiten beantworten kann.

Prüfdienstleister beauftragen

Kontaktieren Sie ARBY Arbeitssicherheit Buley frühzeitig, um einen passenden Termin zu vereinbaren.

Unterstützung bei der DGUV V3 Prüfung?

ARBY Arbeitssicherheit Buley führt die DGUV V3 Prüfung für Ihr Unternehmen in Berlin und Umgebung professionell, termingerecht und rechtssicher durch. Rico Langbein und sein Team beraten Sie gern – von der Bestandsaufnahme bis zum fertigen Prüfprotokoll.

Kostenlose Erstberatung anfragen

Wer ist für die DGUV V3 Prüfung verantwortlich?

Der Arbeitgeber trägt die volle Verantwortung für die regelmäßige Prüfung aller elektrischen Betriebsmittel und Anlagen in seinem Betrieb. Er kann die Durchführung an eine befähigte Person oder einen externen Dienstleister wie ARBY Arbeitssicherheit Buley delegieren, bleibt aber in der Organisationsverantwortung.

Wie oft muss die DGUV V3 Prüfung durchgeführt werden?

Die Prüffristen richten sich nach der Art des Betriebsmittels und den Einsatzbedingungen. Ortsveränderliche Geräte im Büro werden in der Regel alle 24 Monate geprüft, in Werkstätten und auf Baustellen alle 6 bis 12 Monate. Ortsfeste Anlagen haben eine Regelprüffrist von 48 Monaten. Die genauen Fristen ergeben sich aus der Gefährdungsbeurteilung und der DGUV Information 203-070.

Was kostet eine DGUV V3 Prüfung?

Die Kosten hängen von der Anzahl und Art der Geräte, der Zugänglichkeit und dem Dokumentationsumfang ab. Für ortsveränderliche Bürogeräte liegen die Kosten typischerweise zwischen 2 und 8 Euro pro Gerät. Ortsfeste Anlagen und Industriemaschinen sind aufwendiger und entsprechend teurer. ARBY Arbeitssicherheit Buley erstellt Ihnen gern ein individuelles Angebot.

Was passiert, wenn ein Gerät die Prüfung nicht besteht?

Geräte, die die Prüfung nicht bestehen, werden je nach Schwere des Mangels sofort außer Betrieb genommen oder mit einer Frist zur Nachbesserung versehen. Der Mangel wird im Prüfprotokoll dokumentiert. Nach der Reparatur durch eine Elektrofachkraft muss eine erneute Prüfung (Wiederholungsprüfung) erfolgen, bevor das Gerät wieder eingesetzt werden darf.

Darf ich die DGUV V3 Prüfung selbst durchführen?

Nur wenn Sie selbst eine befähigte Person nach TRBS 1203 sind – also eine abgeschlossene elektrotechnische Ausbildung, ausreichende Berufserfahrung und aktuelle Fachkenntnisse nachweisen können. Zusätzlich benötigen Sie kalibrierte Prüfgeräte. In der Praxis beauftragen die meisten Unternehmen einen spezialisierten Dienstleister, um Rechtssicherheit und Objektivität zu gewährleisten.

Welche Dokumentation ist nach der DGUV V3 Prüfung erforderlich?

Nach jeder Prüfung muss ein Prüfprotokoll erstellt werden, das alle Messwerte, die Bewertung (bestanden/nicht bestanden), das Prüfdatum, den nächsten Prüftermin und die Identifikation des Prüfers enthält. Zusätzlich wird jedes geprüfte Gerät mit einer Prüfplakette gekennzeichnet. Die Protokolle müssen mindestens bis zur nächsten Prüfung aufbewahrt werden.

Gilt die DGUV V3 Prüfpflicht auch für kleine Unternehmen und Büros?

Ja, die Prüfpflicht gilt für alle Unternehmen – unabhängig von Größe oder Branche. Auch ein kleines Büro mit wenigen Computern, Druckern und einer Kaffeemaschine unterliegt der DGUV Vorschrift 3. Entscheidend ist, dass elektrische Betriebsmittel vorhanden sind und Beschäftigte damit arbeiten.

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