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Externe SiFa vs. interne SiFa: Vor- und Nachteile im Vergleich

Jeder Arbeitgeber in Deutschland ist nach dem Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG) verpflichtet, eine Fachkraft für Arbeitssicherheit (SiFa) zu bestellen. Dabei stellt sich eine zentrale Frage: Soll die SiFa intern aus den eigenen Reihen kommen oder extern über einen spezialisierten Dienstleister beauftragt werden? Beide Modelle haben klare Vor- und Nachteile, die von Unternehmensgröße, Branche und Budget abhängen. In diesem Ratgeber vergleichen wir die externe und interne SiFa umfassend – damit Sie die richtige Entscheidung für Ihren Betrieb treffen können.

Warum braucht jeder Betrieb eine Fachkraft für Arbeitssicherheit?

Die gesetzliche Grundlage ist eindeutig: Nach § 5 des Arbeitssicherheitsgesetzes (ASiG) ist jeder Arbeitgeber in Deutschland verpflichtet, Fachkräfte für Arbeitssicherheit (SiFa) zu bestellen. Diese Pflicht gilt unabhängig von der Betriebsgröße – bereits ab einem Beschäftigten greift sie. Die SiFa unterstützt den Arbeitgeber bei der Umsetzung des Arbeitsschutzes, berät zu Gefährdungsbeurteilungen, prüft Arbeitsmittel und wirkt bei der Gestaltung sicherer Arbeitsplätze mit.

Die konkrete Ausgestaltung der sicherheitstechnischen Betreuung regelt die DGUV Vorschrift 2 (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung). Diese Vorschrift legt die Einsatzzeiten fest und unterscheidet zwischen Grundbetreuung und betriebsspezifischer Betreuung. Entscheidend ist: Der Arbeitgeber kann zwischen einer internen und einer externen SiFa wählen – oder beides kombinieren. Beide Varianten sind gesetzlich gleichwertig, unterscheiden sich jedoch erheblich in Kosten, Flexibilität und praktischer Umsetzung.

📋 Was macht eine SiFa konkret?

Die Aufgaben der Fachkraft für Arbeitssicherheit sind in § 6 ASiG definiert:

  • Beratung des Arbeitgebers bei Planung, Ausführung und Unterhaltung von Betriebsanlagen
  • Sicherheitstechnische Überprüfung von Arbeitsmitteln und Arbeitsverfahren
  • Durchführung und Begleitung von Gefährdungsbeurteilungen nach § 5 ArbSchG
  • Beobachtung der Durchführung des Arbeitsschutzes im Betrieb
  • Begehung der Arbeitsstätten und Hinwirken auf Mängelbeseitigung
  • Mitwirkung bei Schulungen und Unterweisungen der Beschäftigten
  • Zusammenarbeit mit dem Betriebsarzt und dem Betriebsrat

Interne SiFa: Aufgaben, Vorteile und Herausforderungen

Was bedeutet „interne SiFa“?

Eine interne Fachkraft für Arbeitssicherheit ist ein fest angestellter Mitarbeiter Ihres Unternehmens, der die sicherheitstechnische Betreuung als Haupt- oder Nebenaufgabe übernimmt. In größeren Betrieben ab etwa 500 Beschäftigten ist die SiFa häufig in Vollzeit tätig und Teil einer eigenen Abteilung für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz. In kleineren Unternehmen wird die Aufgabe oft von einem Mitarbeiter zusätzlich zu seiner eigentlichen Tätigkeit wahrgenommen – sofern dieser die erforderliche Qualifikation besitzt.

Die Qualifikationsanforderungen an eine SiFa sind in § 7 ASiG und der DGUV Vorschrift 2 geregelt. Die Fachkraft muss als Ingenieur, Techniker oder Meister ausgebildet sein und eine sicherheitstechnische Fachkunde nachweisen. Diese wird durch eine Ausbildung bei einem zugelassenen Ausbildungsträger erworben, die in der Regel drei Ausbildungsstufen mit Selbstlernphasen und Praktika umfasst und bis zu zwei Jahre dauern kann.

Vorteile der internen SiFa

Der größte Vorteil einer internen Fachkraft für Arbeitssicherheit liegt in der tiefen Kenntnis der betrieblichen Abläufe. Ein fest angestellter Mitarbeiter kennt die Produktionsprozesse, die Maschinen, die Mitarbeiter und die betriebliche Kultur aus dem täglichen Erleben. Diese Nähe zum Geschehen ermöglicht schnelle Reaktionszeiten bei Gefahrensituationen und eine nahtlose Integration des Arbeitsschutzes in den Betriebsalltag.

Darüber hinaus ist die interne SiFa jederzeit vor Ort verfügbar. Bei Unfällen, Beinahe-Unfällen oder akuten Gefährdungen kann sie sofort eingreifen, ohne dass erst ein Termin vereinbart werden muss. Auch die kontinuierliche Begleitung von Veränderungsprozessen – etwa bei der Einführung neuer Maschinen oder der Umgestaltung von Arbeitsplätzen – gelingt mit einer internen Kraft oft reibungsloser.

Ein weiterer Pluspunkt: Die interne SiFa baut langfristige Beziehungen zu den Beschäftigten auf. Mitarbeiter vertrauen einer bekannten Ansprechperson eher als einem externen Berater, der nur gelegentlich im Haus ist. Das kann die Akzeptanz von Arbeitsschutzmaßnahmen deutlich erhöhen und die Sicherheitskultur im Unternehmen stärken.

Nachteile der internen SiFa

Die größte Herausforderung bei der internen Lösung sind die Kosten. Ein vollzeitbeschäftigter Sicherheitsingenieur verursacht Personalkosten von 50.000 bis 80.000 Euro jährlich – zuzüglich Sozialabgaben, Fortbildungen, Arbeitsmittel und anteilige Raumkosten. Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ist das oft wirtschaftlich nicht darstellbar, zumal die DGUV Vorschrift 2 für kleinere Betriebe nur wenige Einsatzstunden pro Jahr vorsieht.

Hinzu kommt das Problem der Betriebsblindheit. Eine SiFa, die seit Jahren im selben Unternehmen arbeitet, gewöhnt sich an bestimmte Zustände und übersieht möglicherweise Gefahrenquellen, die ein externer Blick sofort erkennen würde. Auch die fachliche Weiterentwicklung kann leiden: Während externe Dienstleister durch die Arbeit in verschiedenen Branchen ständig neues Wissen aufbauen, bleibt eine interne Kraft auf die Erfahrungswelt eines einzigen Unternehmens beschränkt.

⚠️ Achtung: Unabhängigkeit der internen SiFa

Gemäß § 8 ASiG darf die SiFa bei der Anwendung ihrer sicherheitstechnischen Fachkunde weisungsfrei agieren. In der Praxis kann es bei internen Fachkräften jedoch zu Interessenkonflikten kommen – etwa wenn Vorgesetzte Produktionsziele über Sicherheitsaspekte stellen. Die tatsächliche Unabhängigkeit ist bei internen SiFa daher oft eingeschränkt.

Externe SiFa: Flexibel, unabhängig und branchenerfahren

Was bedeutet „externe SiFa“?

Eine externe Fachkraft für Arbeitssicherheit ist ein selbstständiger Dienstleister oder Mitarbeiter eines spezialisierten Arbeitsschutzunternehmens, der auf Vertragsbasis die sicherheitstechnische Betreuung für Ihren Betrieb übernimmt. Die externe SiFa erfüllt dieselben gesetzlichen Aufgaben wie eine interne Kraft – sie ist lediglich nicht bei Ihnen angestellt, sondern wird als externer Berater tätig.

Die rechtliche Grundlage für die externe Bestellung findet sich in § 19 ASiG, der ausdrücklich die Möglichkeit vorsieht, überbetriebliche Dienste mit der sicherheitstechnischen Betreuung zu beauftragen. Die Bestellung muss schriftlich erfolgen und der zuständigen Berufsgenossenschaft auf Verlangen nachgewiesen werden können.

Vorteile der externen SiFa

Der offensichtlichste Vorteil der externen SiFa liegt in der Kosteneffizienz. Gerade für KMU mit weniger als 250 Beschäftigten ist die externe Betreuung erheblich günstiger als eine Festanstellung. Sie zahlen nur für die tatsächlich benötigten Einsatzstunden – ohne Lohnnebenkosten, Urlaubsansprüche, Krankheitsausfälle oder Fortbildungskosten. Die Einsatzzeiten richten sich nach der DGUV Vorschrift 2 und werden individuell berechnet.

Ein externer Dienstleister bringt zudem einen wertvollen Blick von außen mit. Durch die Arbeit in verschiedenen Unternehmen und Branchen sammelt eine externe SiFa breite Erfahrung und kann Best Practices aus anderen Betrieben einbringen. Dieser „frische Blick“ ist gerade bei der Identifikation von Gefährdungen ein entscheidender Vorteil gegenüber der internen Lösung.

Die Unabhängigkeit ist ein weiterer wesentlicher Pluspunkt. Eine externe SiFa steht nicht in einem Weisungsverhältnis zu Ihren Führungskräften und kann Missstände ohne Rücksicht auf betriebsinterne Hierarchien benennen. Das erhöht die Objektivität der Beratung und schützt Sie als Arbeitgeber besser vor Haftungsrisiken.

Schließlich profitieren Sie bei einer externen Lösung von garantierter Qualifikation und kontinuierlicher Fortbildung. Seriöse Dienstleister stellen sicher, dass ihre Fachkräfte stets auf dem neuesten Stand der Technik und Gesetzgebung sind – das ist bei einer internen Kraft, die auch noch andere Aufgaben hat, nicht immer gewährleistet.

Nachteile der externen SiFa

Der Hauptnachteil einer externen SiFa ist die eingeschränkte Verfügbarkeit vor Ort. Eine externe Fachkraft besucht Ihren Betrieb in der Regel in vereinbarten Intervallen – etwa monatlich oder quartalsweise. Bei akuten Vorfällen ist sie nicht sofort greifbar, auch wenn seriöse Anbieter wie ARBY Arbeitssicherheit Buley schnelle Reaktionszeiten und telefonische Erreichbarkeit garantieren.

Zudem benötigt eine externe SiFa eine gewisse Einarbeitungszeit, um die betrieblichen Besonderheiten Ihres Unternehmens kennenzulernen. Die Tiefe der Betriebskenntnis wird nie ganz das Niveau einer internen Kraft erreichen, die täglich vor Ort ist. Gute externe Dienstleister gleichen dies durch strukturierte Erstbegehungen, regelmäßige Begehungen und eine sorgfältige Dokumentation aus.

💡 Praxis-Tipp: So gelingt die Zusammenarbeit mit einer externen SiFa

Benennen Sie einen festen Ansprechpartner in Ihrem Betrieb, der die externe SiFa bei Begehungen begleitet und über Veränderungen informiert. Stellen Sie relevante Dokumente (Gefährdungsbeurteilungen, Unfallberichte, Betriebsanweisungen) digital zur Verfügung. Je besser der Informationsfluss, desto effektiver die externe Betreuung.

Direktvergleich: Externe vs. interne SiFa auf einen Blick

Die folgende Übersicht fasst die wichtigsten Unterschiede zwischen externer und interner SiFa zusammen. Beachten Sie, dass die optimale Lösung immer von den individuellen Rahmenbedingungen Ihres Betriebs abhängt.

Kriterium Interne SiFa Externe SiFa
Kosten Hohe Fixkosten (Gehalt, Sozialabgaben, Fortbildung) Variable Kosten, nur für Einsatzstunden
Verfügbarkeit Jederzeit vor Ort Nach Terminvereinbarung, telefonisch erreichbar
Betriebskenntnis Sehr hoch durch tägliche Präsenz Gut, wächst mit der Betreuungsdauer
Unabhängigkeit Eingeschränkt durch Arbeitsverhältnis Hoch, kein Weisungsverhältnis
Branchenerfahrung Auf einen Betrieb begrenzt Breit gefächert durch verschiedene Kunden
Objektivität Risiko der Betriebsblindheit Frischer Blick von außen
Fortbildung Muss vom Betrieb organisiert und bezahlt werden Wird vom Dienstleister sichergestellt
Geeignet für Großbetriebe ab ca. 500 Beschäftigten KMU, Handwerk, Dienstleister, Baubranche

Kostenvergleich: Was kostet eine interne vs. externe SiFa?

Die Kosten sind für viele Unternehmen das ausschlaggebende Kriterium bei der Wahl zwischen interner und externer SiFa. Ein realistischer Vergleich muss alle direkten und indirekten Kosten berücksichtigen.

50.000–80.000 €

Jährliche Personalkosten einer internen SiFa (Vollzeit, inkl. Nebenkosten)

2.000–15.000 €

Jährliche Kosten einer externen SiFa (je nach Betriebsgröße und Branche)

5.000–12.000 €

Ausbildungskosten zur SiFa (Lehrgang über 1–2 Jahre)

1.500–3.000 €

Jährliche Fortbildungskosten pro SiFa (Seminare, Tagungen)

Für ein mittelständisches Unternehmen mit 50 Beschäftigten im Bürobereich (Betreuungsgruppe III nach DGUV Vorschrift 2) beträgt die Grundbetreuung beispielsweise ca. 0,5 Einsatzstunden pro Beschäftigtem und Jahr – also 25 Stunden jährlich. Eine externe SiFa kostet hierfür je nach Anbieter zwischen 2.500 und 4.000 Euro pro Jahr. Eine interne Vollzeitkraft wäre für diesen Bedarf völlig überdimensioniert und wirtschaftlich nicht sinnvoll.

Anders sieht es in einem Industriebetrieb mit 1.000 Beschäftigten und hohem Gefährdungspotenzial aus: Hier können die Einsatzzeiten bei 1,5 bis 2,5 Stunden pro Beschäftigtem und Jahr liegen – das entspricht 1.500 bis 2.500 Stunden jährlich. In diesem Fall ist eine interne SiFa in Vollzeit nicht nur wirtschaftlich sinnvoll, sondern praktisch notwendig.

Entscheidungskriterien: Welches Modell passt zu Ihrem Betrieb?

Die Wahl zwischen interner und externer SiFa hängt von mehreren Faktoren ab. Die folgenden Kriterien helfen Ihnen bei der Entscheidung:

👥

Betriebsgröße

Unter 250 Beschäftigte: extern meist wirtschaftlicher

⚙️

Gefährdungspotenzial

Hohes Risiko erfordert häufigere Präsenz vor Ort

💰

Budget

Fixkosten vs. variable Kosten abwägen

🏗️

Branche

Bau, Chemie, Logistik: höherer Betreuungsbedarf

📍

Standorte

Mehrere Standorte? Externe SiFa oft flexibler

📈

Wachstum

Externe Betreuung skaliert einfacher mit

Wann die externe SiFa die bessere Wahl ist

Die externe Betreuung eignet sich besonders für kleine und mittlere Unternehmen, Handwerksbetriebe, Dienstleister, Arztpraxen, Kanzleien und Unternehmen mit geringem bis mittlerem Gefährdungspotenzial. Auch Betriebe mit mehreren kleinen Standorten profitieren von einer externen Lösung, da ein Dienstleister alle Standorte flexibel betreuen kann, ohne dass an jedem Standort eine eigene Kraft vorgehalten werden muss.

Besonders vorteilhaft ist die externe SiFa für Unternehmen in der Wachstumsphase. Die Betreuung kann flexibel an veränderte Beschäftigtenzahlen angepasst werden – ohne langfristige Personalverpflichtungen. Auch für Betriebe, die erstmals eine SiFa bestellen müssen und noch keine Erfahrung mit dem Thema Arbeitssicherheit haben, ist die externe Variante empfehlenswert: Ein erfahrener Dienstleister bringt alle Prozesse, Vorlagen und das Know-how bereits mit.

Wann die interne SiFa sinnvoll ist

Eine interne Fachkraft für Arbeitssicherheit lohnt sich vor allem für Großbetriebe mit mehr als 500 Beschäftigten, Unternehmen mit hohem Gefährdungspotenzial (Chemie, Schwerindustrie, Bergbau) sowie Betriebe mit komplexen Produktionsprozessen, die eine ständige Präsenz der SiFa erfordern. Auch Unternehmen mit eigener HSE-Abteilung (Health, Safety, Environment) integrieren die SiFa-Funktion typischerweise intern.

Das Kombimodell: Intern und extern kombinieren

In der Praxis entscheiden sich viele Unternehmen für ein hybrides Modell, das die Stärken beider Varianten vereint. Dabei übernimmt ein interner Sicherheitsbeauftragter oder eine interne SiFa die tägliche operative Arbeit, während ein externer Dienstleister für spezifische Aufgaben hinzugezogen wird – etwa für die Erstellung von Gefährdungsbeurteilungen, die Durchführung von Audits, Spezialschulungen oder die Beratung bei besonderen Projekten.

1

Grundbetreuung intern

Ein interner Mitarbeiter übernimmt die regelmäßigen Begehungen, tägliche Ansprechbarkeit und Routineaufgaben im Arbeitsschutz.

2

Spezialberatung extern

Ein externer Dienstleister erstellt Gefährdungsbeurteilungen, führt Audits durch und berät bei komplexen Fragestellungen.

3

Schulungen extern

Unterweisungen und Schulungen werden vom externen Partner durchgeführt, der aktuelle didaktische Konzepte und Branchenwissen mitbringt.

4

Qualitätssicherung

Der externe Dienstleister prüft regelmäßig die Arbeitsschutzorganisation und gibt Empfehlungen zur Optimierung – als objektive Kontrollinstanz.

Dieses Kombimodell ist besonders für mittelgroße Unternehmen mit 100 bis 500 Beschäftigten attraktiv. Es vereint die ständige Präsenz einer internen Kraft mit der Fachkompetenz und Objektivität eines externen Spezialisten.

Rechtliche Rahmenbedingungen und Pflichten des Arbeitgebers

Unabhängig davon, ob Sie sich für eine interne oder externe SiFa entscheiden – bestimmte gesetzliche Pflichten müssen in jedem Fall erfüllt werden:

Die schriftliche Bestellung der SiFa ist nach § 5 ASiG zwingend erforderlich. Das Bestellschreiben muss den Aufgabenumfang, die Einsatzzeiten und die Zuständigkeitsbereiche klar definieren. Bei einer externen SiFa tritt an die Stelle des Bestellschreibens in der Regel ein Betreuungsvertrag, der dieselben Inhalte abdeckt.

Die Einsatzzeiten werden nach DGUV Vorschrift 2 berechnet und richten sich nach der Betriebsart (Betreuungsgruppe I–IV), der Beschäftigtenzahl und den betriebsspezifischen Gefährdungen. Der Arbeitgeber muss diese Einsatzzeiten nachweisen können – eine Unterschreitung kann bei Kontrollen durch die Berufsgenossenschaft oder die Arbeitsschutzbehörde zu Beanstandungen führen.

Die Meldepflicht gegenüber der zuständigen Berufsgenossenschaft besteht in vielen Fällen. Der Arbeitgeber muss auf Verlangen nachweisen können, dass eine sicherheitstechnische Betreuung sichergestellt ist. Bei Arbeitsunfällen mit schweren Verletzungen prüfen die Behörden regelmäßig, ob eine ordnungsgemäße SiFa-Betreuung vorhanden war.

⚠️ Konsequenzen bei fehlender SiFa-Betreuung

Wer als Arbeitgeber keine Fachkraft für Arbeitssicherheit bestellt, handelt ordnungswidrig nach § 20 ASiG. Es drohen Bußgelder von bis zu 10.000 Euro. Bei einem Arbeitsunfall ohne SiFa-Betreuung können zusätzlich zivilrechtliche Schadensersatzansprüche und strafrechtliche Konsequenzen folgen. Die Berufsgenossenschaft kann zudem einen Beitragszuschlag erheben.

Warum ARBY Arbeitssicherheit Buley als externe SiFa?

Als spezialisierter Dienstleister für Arbeitsschutz in Berlin-Reinickendorf bietet ARBY Arbeitssicherheit Buley unter der Leitung von Rico Langbein eine umfassende externe SiFa-Betreuung, die weit über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinausgeht. Unsere Kunden profitieren von einem ganzheitlichen Ansatz: Neben der klassischen SiFa-Betreuung umfasst unser Leistungsportfolio Gefährdungsbeurteilungen, Brandschutz, DGUV V3 Prüfungen, Baustellenkoordination (SiGeKo), Trinkwasserbeprobung, Schadstoffkoordination sowie Schulungen und Unterweisungen.

Das bedeutet für Sie: Ein Ansprechpartner für alle Fragen des Arbeitsschutzes. Statt mehrere Dienstleister koordinieren zu müssen, erhalten Sie bei ARBY alles aus einer Hand. Rico Langbein und sein Team kennen die Berliner Betriebslandschaft, arbeiten branchenübergreifend und bringen jahrelange Erfahrung in der sicherheitstechnischen Betreuung mit.

💡 Ihr Vorteil bei ARBY

Wir berechnen Ihre Einsatzzeiten transparent nach DGUV Vorschrift 2 und erstellen ein individuelles Betreuungskonzept. Die Erstberatung ist kostenlos und unverbindlich – so können Sie sich ohne Risiko ein Bild von unserer Arbeitsweise machen.

Checkliste: In 5 Schritten zur richtigen SiFa-Entscheidung

Nutzen Sie die folgende Checkliste, um systematisch zu prüfen, welches Betreuungsmodell für Ihren Betrieb am besten geeignet ist:

1

Einsatzzeiten berechnen

Ermitteln Sie anhand der DGUV Vorschrift 2 den konkreten Betreuungsbedarf Ihres Betriebs (Grundbetreuung + betriebsspezifische Betreuung).

2

Kosten vergleichen

Stellen Sie die Gesamtkosten einer internen Lösung (Gehalt, Fortbildung, Arbeitsmittel) den Kosten einer externen Betreuung gegenüber.

3

Gefährdungspotenzial bewerten

Prüfen Sie, ob Ihre Branche und Ihre Arbeitsprozesse eine ständige Vor-Ort-Präsenz der SiFa erfordern oder ob regelmäßige Begehungen ausreichen.

4

Zusatzleistungen prüfen

Benötigen Sie neben der SiFa-Betreuung weitere Leistungen wie Brandschutz, DGUV V3 Prüfung oder Schulungen? Ein externer Dienstleister kann oft alles abdecken.

5

Angebote einholen

Lassen Sie sich von mindestens zwei externen Anbietern ein konkretes Angebot erstellen und vergleichen Sie Leistungsumfang, Reaktionszeiten und Referenzen.

Fazit: Die richtige SiFa für Ihren Betrieb

Die Entscheidung zwischen interner und externer SiFa ist keine Frage von richtig oder falsch – sondern von passend oder unpassend. Für die große Mehrheit der deutschen Unternehmen, insbesondere für KMU mit weniger als 250 Beschäftigten, ist die externe SiFa-Betreuung die wirtschaftlichere, flexiblere und oft auch qualitativ bessere Lösung. Sie erhalten Zugang zu breit aufgestelltem Fachwissen, garantierter Unabhängigkeit und einem klaren Kostenrahmen – ohne langfristige Personalverpflichtungen.

Großbetriebe mit hohem Gefährdungspotenzial und großem Betreuungsbedarf profitieren dagegen von einer internen SiFa, die durch ihre tägliche Präsenz eine besonders tiefe Integration des Arbeitsschutzes in die Betriebsabläufe ermöglicht. Das Kombimodell bietet für mittelgroße Unternehmen einen attraktiven Mittelweg.

Entscheidend ist in jedem Fall, dass die SiFa-Betreuung professionell, gesetzeskonform und auf Ihre betrieblichen Bedürfnisse zugeschnitten ist. Denn guter Arbeitsschutz schützt nicht nur Ihre Mitarbeiter – er schützt auch Sie als Arbeitgeber vor Haftungsrisiken, Bußgeldern und Reputationsschäden.

Externe SiFa-Betreuung für Ihren Betrieb gesucht?

ARBY Arbeitssicherheit Buley übernimmt die sicherheitstechnische Betreuung Ihres Unternehmens in Berlin und Umgebung – professionell, zuverlässig und gesetzeskonform. Rico Langbein berät Sie persönlich und erstellt ein individuelles Betreuungskonzept nach DGUV Vorschrift 2.

Kostenlose Erstberatung anfragen

Was ist der Unterschied zwischen einer internen und einer externen SiFa?

Eine interne SiFa ist ein fest angestellter Mitarbeiter Ihres Unternehmens, der die sicherheitstechnische Betreuung als Haupt- oder Nebenaufgabe übernimmt. Eine externe SiFa ist ein selbstständiger Dienstleister oder Mitarbeiter eines Arbeitsschutzunternehmens, der auf Vertragsbasis die Betreuung übernimmt. Beide Varianten sind nach dem Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG) gleichwertig.

Ist eine externe SiFa genauso rechtssicher wie eine interne?

Ja, beide Modelle sind gesetzlich gleichwertig. Gemäß § 19 ASiG können Arbeitgeber überbetriebliche Dienste mit der sicherheitstechnischen Betreuung beauftragen. Entscheidend ist, dass die Bestellung schriftlich erfolgt, die Einsatzzeiten nach DGUV Vorschrift 2 eingehalten werden und die SiFa die erforderliche Qualifikation nach § 7 ASiG besitzt.

Was kostet eine externe SiFa im Vergleich zu einer internen?

Eine externe SiFa kostet je nach Betriebsgröße und Branche zwischen 2.000 und 15.000 Euro pro Jahr. Eine interne SiFa in Vollzeit verursacht dagegen Personalkosten von 50.000 bis 80.000 Euro jährlich zuzüglich Fortbildungs- und Sachkosten. Für KMU mit weniger als 250 Beschäftigten ist die externe Lösung in der Regel deutlich wirtschaftlicher.

Ab welcher Betriebsgröße lohnt sich eine interne SiFa?

Eine interne SiFa in Vollzeit lohnt sich in der Regel ab etwa 500 Beschäftigten oder bei Betrieben mit besonders hohem Gefährdungspotenzial (z. B. Chemie, Schwerindustrie). Für kleinere Betriebe ist die externe Betreuung fast immer die wirtschaftlichere und flexiblere Lösung. Ein Kombimodell aus interner und externer Betreuung kann ab etwa 100 Beschäftigten sinnvoll sein.

Welche Aufgaben übernimmt eine externe SiFa?

Eine externe SiFa übernimmt dieselben gesetzlichen Aufgaben wie eine interne Fachkraft nach § 6 ASiG: Beratung des Arbeitgebers, Durchführung von Begehungen, Mitwirkung bei Gefährdungsbeurteilungen, Unfalluntersuchungen, Beratung bei der Beschaffung von Arbeitsmitteln sowie Unterstützung bei Schulungen und Unterweisungen. Viele externe Dienstleister bieten zusätzlich Leistungen wie Brandschutz, DGUV V3 Prüfungen oder Baustellenkoordination an.

Kann ich eine interne und eine externe SiFa kombinieren?

Ja, ein Kombimodell ist rechtlich zulässig und in der Praxis weit verbreitet. Dabei übernimmt ein interner Mitarbeiter die tägliche operative Arbeit im Arbeitsschutz, während ein externer Dienstleister für Spezialaufgaben wie Gefährdungsbeurteilungen, Audits oder Schulungen hinzugezogen wird. Dieses Modell vereint die Vorteile beider Varianten.

Was passiert, wenn ein Betrieb keine SiFa bestellt?

Wer als Arbeitgeber keine Fachkraft für Arbeitssicherheit bestellt, begeht eine Ordnungswidrigkeit nach § 20 ASiG. Es drohen Bußgelder von bis zu 10.000 Euro. Bei einem Arbeitsunfall ohne SiFa-Betreuung können zusätzlich zivilrechtliche Schadensersatzansprüche, strafrechtliche Konsequenzen und Beitragszuschläge der Berufsgenossenschaft folgen.

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